Dr.-Ing. Andreas Fischer
Ingenieur, Unternehmer und Visionär — mit der Mission, Naturwissenschaften für junge Menschen erlebbar zu machen.
Dr.-Ing. Andreas Fischer
Ingenieur und Gründer von SENSYS
Stiftungsvorstand (Vorsitzender)
Ein Leben für Technologie und Bildung
Dr.-Ing. Andreas Fischer ist ein erfahrener Ingenieur und Unternehmer im Bereich Sensorik und Messtechnik. Seine berufliche Laufbahn führte ihn von der akademischen Forschung in die industrielle Anwendung — stets mit dem Antrieb, technologische Innovation mit gesellschaftlichem Nutzen zu verbinden.
Am historischen Standort der ehemaligen Intersputnik-Erdfunkstelle in Neu Golm vereint er Technologiegeschichte mit zukunftsweisender Bildungsarbeit. Die Gründung der Stiftung der Naturwissenschaften ist Ausdruck seiner Überzeugung, dass naturwissenschaftliches Verständnis die Grundlage einer aufgeklärten und friedlichen Gesellschaft bildet.
Wer die Naturwissenschaften begreift, versteht die Welt, in der er lebt.Dr.-Ing. Andreas Fischer, Stifter
Dr.-Ing. Andreas Fischer
Vom Ingenieur für Bildverarbeitung zum Gründer eines international tätigen Technologieunternehmens: Der berufliche Weg von Andreas Fischer ist geprägt von Präzision, Improvisationskraft und dem Anspruch, aus Erkenntnis konkrete Lösungen zu entwickeln.
Ausbildung und Spezialisierung
Dr. Andreas Fischer studierte Ingenieurwissenschaften mit dem Schwerpunkt Bildverarbeitung und Systemintegration und promovierte zum Dr.-Ing.
Schon früh spezialisierte er sich auf computergestützte Bildverarbeitung, insbesondere für die medizinische Diagnostik. Vor der Unternehmensgründung war er bei der NVA der DDR tätig.
Der Anfang: "Clever oder verrückt? Vermutlich beides."
Am 17. Juli 1990 kündigte Andreas Fischer bei der NVA der DDR in einer Zeit maximaler Unsicherheit und entschied sich trotz fehlender Planungssicherheit für die Selbstständigkeit.
SENSYS entstand zunächst in Petersdorf, aus der Werkstatt und vom Schreibtisch zuhause. Zu den ersten Marketingaktionen gehörten 500 Briefe, von Hand gefaltet und versendet. Die Familie trug diese Aufbauphase entscheidend mit.
Von der Medizin zur Kampfmittelsondierung
Ausgehend von der wenig innovationsgetriebenen Medizintechnik führte der Kontakt zu einer Kampfmittelräumfirma zur entscheidenden Erkenntnis: Im Boden bestand ein großer Bedarf an präziser Messtechnik.
Weil bestehende Systeme ungenau waren, die Auswertung kompliziert blieb und der Aufwand hoch bei wenig Ergebnis war, entstand die Idee, Bildverarbeitung in der Kampfmittelsondierung einzusetzen.
Technologischer Durchbruch
Anfang der 90er Jahre entstand mit der Entwicklung von MAGNETO® in Zusammenarbeit mit Industriepartnern eine neue Softwaregeneration zur Auswertung von Magnetometer-Daten.
Erstmals wurden die Daten grafisch dargestellt, GPS-gestützt ausgewertet und auf ein neues technisches Niveau gehoben. Das Ergebnis war eine deutlich effizientere Kampfmittelsondierung und ein neuer Branchenstandard.
Die ersten internationalen Erfolge
Anfang der 90er Jahre begann die frühe Internationalisierung mit Projekten in den USA, Australien und Großbritannien.
Eine spektakuläre Demonstration 1994 in den USA mit fahrzeugbasierten Mehrsensor-Systemen und hochpräziser Flächenkartierung markierte den internationalen Durchbruch und legte den Grundstein für die weltweite Etablierung des Unternehmens.
Wachstum und Struktur
SENSYS wuchs zur GmbH, stellte die ersten Mitarbeiter ein und zog in neue Räumlichkeiten, darunter die ehemalige Erdfunkstelle Intersputnik - ein historischer und technisch geprägter Ort, der zur Arbeit des Unternehmens passte.
Vieles entstand in Eigenleistung und mit Improvisationsgeschick. In dieser Phase prägten sich die Unternehmenskultur, das starke Teamgefühl, der hohe technische Anspruch und die klare Macher-Mentalität aus.
Neue Einsatzbereiche
In den 2000er Jahren festigte SENSYS seine Position als innovatives Technologieunternehmen in Ostdeutschland und investierte zugleich in den Ausbau der Infrastruktur am Standort.
Parallel öffneten sich neue Einsatzfelder, etwa in der Archäologie mit internationalen Projekten wie in Felix Romuliana in Serbien oder Untersuchungen in England bis hin zu Stonehenge. Damit wuchs das Anwendungsspektrum weit über die ursprüngliche Kampfmittelsondierung hinaus.
Großprojekte und Innovation
2009 war SENSYS an der Untersuchung des Tempelhofer Feldes in Berlin beteiligt und setzte dabei hochmoderne Systeme wie MAGNETO® MX, Mehrkanal-Magnetfeldsonden und DGPS für eine großflächige Analyse von Kriegsaltlasten ein.
Heute kommen hochspezialisierte Systeme zum Einsatz - von schiffgezogenen Hochgeschwindigkeits-Messsystemen über gesteuerte und autonome Unterwasserfahrzeuge bis hin zu ultraleichten Quadcoptern, mit denen sich selbst schwer zugängliche oder belastete Flächen aus der Luft nahezu risikofrei untersuchen lassen.
Der unveränderte Anspruch: messen, verstehen, entscheiden
Bis heute prägt Andreas Fischer ein klarer Arbeitsstil: kein Fokus auf Fördermittel, wenig Interesse an Bürokratie, stattdessen volle Konzentration auf Entwicklung und Umsetzung. Statt Anträge zu schreiben, werden Lösungen gebaut.
Auch das Wachstum folgt diesem Prinzip: kleine Teams, frühe Verantwortung, klare Aufgaben und viel Eigeninitiative. Hinzu kommt der konsequente technische Fokus auf eigene Systeme, die Hardware und Software verbinden und eine Genauigkeit erreichen, die international gefragt ist.
Pazifismus durch Aufklärung
Der Stifter ist Pazifist und verfolgt das Ziel, durch Aufklärung die Naturgesetze zu erkennen und zu verstehen.
Was ist das Universum, in dem wir als Menschen existieren? Um diese Frage zu beantworten, benötigen wir Wissen: Wissen über die Materie und Natur, die uns umgibt und unsere Lebensgrundlage bildet. Wissen darüber, wie wir die Art und Weise des Zusammenlebens mit allen Lebensformen auf dieser einzigartigen Insel Erde für die Zukunft gestalten.
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