FUTURA Sternwarte in Neu Golm
Aktivitäten

FUTURA Sternwarte

Die FUTURA Sternwarte in Neu Golm verbindet schulische Bildungsarbeit mit realen Messdaten, Radioastronomie und wissenschaftsnahen Veranstaltungsformaten.

Bildungsprojekt im Bereich Radioastronomie

Neben projektbasierten Lernformaten unterstützt die Stiftung auch Bildungsangebote im schulischen Kontext. Ein zentraler Bestandteil ist dabei die Physik- und Astro-AG an der FUTURA Sternwarte in Neu Golm.

Astro-AG

Physik- und Astro-AG

Im Zentrum steht eine fortlaufende Arbeitsgemeinschaft, in der Schülerinnen und Schüler an der FUTURA Sternwarte mit echter Infrastruktur, astronomischen Daten und forschungsnahen Fragestellungen arbeiten.

Kooperationen

Kooperationen

Die Stiftung arbeitet insbesondere mit dem SFZ Pankow e.V. sowie weiteren Akteuren im Bereich der naturwissenschaftlichen Bildung zusammen.

Beteiligte Personen

Beteiligte Personen

Safia Ouazi, Alexander Stendal vom SFZ Pankow und Dr.-Ing. Andreas Fischer organisieren und begleiten die Formate fachlich und didaktisch.

Formate

  • Workshops
    Arbeit mit realen Radiospektren und eigenständige Erschließung astronomischer Strukturen.
  • Schülertagungen
    Präsentation eigener Projekte und vertiefte Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Fragestellungen.
  • Praxisnahe Lernsettings
    Verbindung von Schulkontext, Forschungslogik und technischer Infrastruktur.

Rolle der Stiftung

Die Stiftung schafft die infrastrukturelle Grundlage für die Durchführung der Veranstaltungen und stellt die Räumlichkeiten bereit, in denen die Formate umgesetzt werden können.

So entsteht ein dauerhafter Rahmen, in dem Bildungsarbeit und wissenschaftliche Praxis unmittelbar miteinander verbunden werden.

Workshops und Tagungen seit Herbst 2025

Seit Herbst 2025 wurden mehrere Formate im Bereich der Radioastronomie durchgeführt. Sie richteten sich an Schülerinnen und Schüler verschiedener Jahrgangsstufen und verbanden reale Daten mit wissenschaftlichem Arbeiten.

Workshop für einen Astronomie-Kurs der Oberstufe an der FUTURA Sternwarte
17.03.2026

Workshop für einen Astronomie-Kurs der Oberstufe

Robert-Havemann-Gymnasium, Berlin

Workshop mit internationaler Teilnahme aus Nanjing an der FUTURA Sternwarte
17.02.2026

Workshop „Darstellung der Milchstraße“

mit internationaler Teilnahme, Schule aus Nanjing, China

Schülertagung Radioastronomie mit Vortrag an der FUTURA Sternwarte
16.12.2025

Schülertagung Radioastronomie

ca. 45 Teilnehmende aus mehreren Schulen

Workshop mit einer 9. Klasse an der FUTURA Sternwarte
26.11.2025

Workshop „Darstellung der Milchstraße“

ca. 20 Teilnehmende, Robert-Havemann-Gymnasium, Berlin

So werden Radioastronomie und Erdfunkstelle erlebbar

Die Veranstaltungen werden in zwei Formaten angeboten: als Schülertagung und als Workshop. Beide Formate verbinden die Geschichte des Standorts mit eigener Schüleraktivität und aktueller wissenschaftlicher Arbeit.

Ablauf eines Veranstaltungstags

  • Einführung in den Standort
    Der Tag beginnt mit einer Vorstellung der Erdfunkstelle, der Aktivitäten der Firma SENSYS und des Reaktivierungsprojekts in Neu Golm.
  • Schülertagung
    In diesem Format präsentieren Schülerinnen und Schüler eigene Radioastronomie-Projekte und diskutieren ihre Ergebnisse im fachlichen Rahmen.
  • Workshop „Darstellung der Milchstraße“
    Die Teilnehmenden arbeiten aktiv mit Radiospektren der Milchstraße und tragen die Position der Spiralarme in ein vorbereitetes Koordinatensystem ein.
  • Arbeiten mit echter Messinfrastruktur
    Die verwendeten Spektren stammen aus dem ersten Milchstraßensurvey der NG01, der 12-Meter-Parabolantenne in Neu Golm.

Wissenschaftlich entwickelte Lernmaterialien

Die Aufgaben gehören nicht zu klassischen Standardformaten des Schulunterrichts. Sie werden in Zusammenarbeit mit Joachim Köppen vom Institut für theoretische Physik und Astrophysik in Kiel konzipiert und fachlich fundiert aufbereitet.

Für die Bearbeitung erhalten die Schülerinnen und Schüler ein eigenes Radioastronomie-Heft mit Aufgaben und Arbeitsmaterialien. So werden Datenanalyse, Orientierung im Koordinatensystem und astronomische Interpretation in ein strukturiertes Lernformat übersetzt.

Die Kombination aus Führung durch die Erdfunkstelle, realen Datensätzen und eigenständiger Bearbeitung macht Radioastronomie konkret erfahrbar und begeistert Jugendliche für Technik und Naturwissenschaften.

Weitere Themen in Entwicklung

Die Bildungsangebote werden derzeit inhaltlich erweitert. In Vorbereitung sind weitere Aufgabenformate, die zentrale Beiträge der Radioastronomie mit dem schulischen Rahmenlehrplan verknüpfen und den Blick auf unseren Platz im Universum schärfen.

Rotationskurve unserer Milchstraße Masse eines schnellen Supernovarests Temperatur der Sonne Rahmenlehrplanbezug Forschung mit Realbezug

Schule und Forschung werden direkt verbunden

Die verwendeten Daten stammen aus Messungen einer 12-Meter-Parabolantenne und werden didaktisch so aufbereitet, dass sie im schulischen Kontext bearbeitet werden können.

Inhalte der Formate

  • Arbeit mit realen Radiospektren
    Messdaten werden nicht simuliert, sondern aus realen Beobachtungen gewonnen.
  • Analyse astronomischer Daten
    Schülerinnen und Schüler erschließen Strukturen der Milchstraße anhand konkreter Datensätze.
  • Darstellung der Spiralarme
    Die Daten werden genutzt, um galaktische Strukturen sichtbar und nachvollziehbar zu machen.
  • Präsentation eigener Projekte
    Schülertagungen fördern Reflexion, Darstellungskompetenz und vertieftes Verständnis.

Warum diese Formate besonders sind

Die Inhalte entstehen in Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Einrichtungen und gehen über klassische Unterrichtsinhalte hinaus. Dadurch erhalten Teilnehmende direkte Einblicke in aktuelle Forschungsansätze.

Die Verbindung von praktischer Arbeit, wissenschaftlicher Methodik und technischer Infrastruktur fördert ein vertieftes Verständnis naturwissenschaftlicher Zusammenhänge und zeigt, wie Forschung tatsächlich funktioniert.

Von der Sternwarte zur Mission

Die technische Weiterentwicklung der Anlage ist zugleich Grundlage für Bildungsformate und für die Beteiligung an größeren Forschungszusammenhängen.